Stiftskirche St.Materniani et St.Nicolai Bücken

Das Kreuz im Fokus- ökumenischer Jugendkreuzweg


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Ausschnitte aus dem Bücker Kreuzweg wurden zum Kreuzweg der Jugend 2015 ausgewählt.
Über den Link gelangen Sie zu den Ansichten und Absichten des ökumen. Jugendkreuzweges.



Die Entstehung des Bücker Kreuzweges

Die Stiftskirche St. Materniani et St. Nicolai hat eine lange und wechselvolle Baugeschichte, die sich in vier Abschnitten vom 11.- 14. Jahrhundert hinzog. Diese Kirche, die Georg Dehio als "die ansehnlichste romanischen Stils im unteren Wesergebiet" bezeichnete, wurde immer wieder für kommende Generationen erhalten. Jede Epoche hat dabei ihre Kunstvorstellungen in den Kirchenbau eingebracht. Die letzte umfassende Ausgestaltung geschah im vorigen Jahrhundert durch Adelbert Hotzen. Die Vielfalt der Stile macht den besonderen Reiz unserer Kirche aus.

Als von September 1997 bis Oktober 1998 die Kupfer-bedachung der beiden Kirchtürme abgetragen und erneuert wurde, kam der im Kirchspiel ansässige Künstler Pablo H. Hirndorf auf die Idee, die alten Kupferplatten mit ihren Witterungsspuren zu verwerten. Daraus resultierte das Projekt "Coming down". Teile davon waren bei der Einweihungsfeier der beiden Türme der Kirche zu sehen. Daraus erwuchs der Gedanke, in den Seitenschiffen einen Kreuzweg zu installieren, der aus dem alten Turmkupfer entstehen soll. Wir möchten mit dem Thema "Kreuzweg2000" unserer Kirche einen weiteren künstlerischen Stempel aufdrücken als Dank für die Erhaltung der Stiftskirche und als Wegweisung in das neue Jahrtausend.

Zahlreiche Spenden machten die Verwirklichung dieses Projektes möglich. Das Kunstreferat der Landeskirche Hannovers gab grünes Licht und steuerte selbst die Kosten für eine Station bei. Die örtlichen Banken, Firmen, Einzelpersonen und Kollekten in Gottesdiensten trugen zur Finanzierung bei. Alle Sponsoren werden auf einer Tafel namentlich dauerhaft aufgeführt.

Der Künstler zum Projekt:

Seitens des Kirchenvorstandes wurde an mich der Gedanke herangetragen, die 14 Kreuzwegstationen, den Weg Jesu von der Verurteilung bis zum Kreuz, auf Altkupfer vom Kirchturm darzustellen. Dabei ist an eine feste Installation der Tafeln in den Seitenschiffen der Stiftskirche gedacht. Diese Idee ist für mich eine große künstlerische Herausforderung. Ich bin mir der Schwierigkeit voll bewußt, die darin besteht, diesem klassischen Thema inhaltlich und künstlerisch etwas hinzuzufügen, das neue Blickwinkel eröffnet auf die Passion und gleichermaßen in Beziehung tritt mit dem Ort "Stiftskirche Bücken". Diese Arbeit muß ein lebendiges Zusammenspiel sein zwischen der Stofflichkeit und Gegenständlichkeit der Objekte mit dem örtlichen Raum. Kupferblech- ein Stück Kirche als Objekt und Bildträger im Kirchenraum. Ein Detail des Ganzen und das Ganze wiederum als Detail in der bildnerischen Darstellung. Technisch gestaltet in Collage - un d Mischtechnik, der Arbeitsweise, die ich mir 1997 im Umgang mit dem Material Altkupferblech erarbeitet habe: Spurensuche in der Patina der Bleche, Kombination mit Fotofragmenten, Unter-malungen - Übermalungen. Aus diesem intuitiven Prozess könnte auch diesem althergebrachten Themen-komplex etwas Neues Einzigartiges entstehen. "Brecht diesen Tempel ab, in drei Tagen will ich ihn errichten," sagte Jesus vor seiner Verurteilung. Dieses Wort möchte ich "Bild" werden lassen im Hintergrund des Kreuzweggeschehens.

Jede Tafel wird das Abtragen des Turmdaches in verschiedenen Phasen und Perspektiven bildlich zeigen, bis zur Erneuerung des Kupfers (des Verbindungsleiters) in der letzten Station - der Auferstehung. Die Turmdacherneuerung und der Ort Bücken verschmelzen so mit der Passion Jesu in den einzelnen Wegstationen und eröffnen eine neue beziehungsreiche Sicht auf den Kreuzweg als eine Erneuerung der Verbindung zwischen Erde und Himmel - zwischen uns und Gott.

Der Künstler

Pablo Holger Hirndorf

1963 in Altenbücken, Kreis Nienburg, geboren

1982 Abitur in Nienburg

1984-86 Studium der Kunstpädagogik an der Uni Hannover

1986-92 Studium der Freien Kunst mit Schwerpunkt Malerei an der FH Hannover

1992 Abschluß als Meisterschüler von Prof. Ulrich Baehr.

Seitdem als freiberuflicher Künstler tätig.

Holger Hirndorf lebt und arbeitet in Warpe, Kreis Nienburg. Ausstellungen und Beteiligungen vorwiegend im norddeutschen Raum. Arbeiten von P.H. Hirndorf befinden sich in öffentlichem und privatem Besitz im In- und Ausland.

Anschrift: Atelier Hirndorf, Warpe Nr 43, 27333 Warpe

Tel/Fax: 05022-1711 e-mail: atelier-hirndor@gmx.de



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